Seminartag: Notfälle bei Epilepsie - sicher handeln im Ernstfall
BOZEN | 24/10/2026 | Was tun, wenn ein Mensch plötzlich zu krampfen beginnt? Wann braucht es den Notruf, und wie sage ich dem Rettungsdienst am Telefon das Wichtigste? Fragen wie diese beschäftigen viele Menschen mit Epilepsie, ihre Angehörigen und Freunde. Am Samstag, 24. Oktober, haben sich rund 30 Teilnehmende in Bozen auf den Weg gemacht, um darauf Antworten zu finden: mit Fachleuten aus Neurologie, Neuropsychologie, Kinderneuropsychiatrie und Rettungsdienst, mit viel Praxis und mit der Zuversicht, im Ernstfall ruhig und sicher zu handeln.

Die Referentinnen und Referenten
Rund 30 Teilnehmende nahmen am Samstag, 24. Oktober, am Seminartag in Bozen teil. Als Referenten waren vier Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats von Epinet dabei:
Dr. Harald Ausserer (Neurologe, Meran)
Dr. Parmeggiani (Kinderneuropsychiater, Krankenhaus Bozen)
Dr. Elisabeth Moritz (Neurologin, Krankenhaus Bruneck)
Dr. Philipp Silbernagl (Neuropsychologe, Krankenhaus Brixen)
Herr Lorenz Lintner vom Landesrettungsverein Weißes Kreuz leitete zudem ein praxisnahes BLS-Training (Basic Life Support). Mit großem Engagement übten die Teilnehmenden wichtige Maßnahmen für den Notfall.
Die Inhalte im Überblick
Ziel des Seminartags war es, mehr Sicherheit im Umgang mit epileptischen Notfällen zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernten:
Notfälle zu erkennen
Erste Hilfe zu leisten Hier findest du unseren Erste Hilfe Flyer, um im Ernstfall richtig zu reagieren.
einzuschätzen, wann der Rettungsdienst alarmiert werden sollte
Außerdem erhielten sie Informationen zur Notfallmedikation und deren Dosierung sowie Hinweise zur Kommunikation mit Rettungsdiensten.
Praxisnahes BLS-Training
Beim Training des Weißen Kreuzes konnten die Teilnehmenden die wichtigsten Maßnahmen direkt üben. Gerade im Notfall zählt jeder Handgriff – wer die Abläufe schon einmal praktisch erprobt hat, handelt im Ernstfall ruhiger und sicherer.
Umgang mit Ängsten
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit Ängsten. Verständliche Erklärungen, realitätsnahe Übungen sowie Empfehlungen zu verlässlichen Internetseiten halfen den Teilnehmenden, einen persönlichen „Werkzeugkasten“ zu entwickeln. Mit den vermittelten Strategien können sie üben, ihre Ängste im Alltag besser zu bewältigen.
Unterstützung und Übungen zum Umgang mit Angst gibt es auf den folgenden Internetseiten:
Unser Fazit
Der Seminartag verband fachliches Wissen, praktische Übungen und persönlichen Austausch und wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Wer sich für weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Medikamenten interessiert, erhält das Memorandum „Richtiger Umgang mit Medikamenten“ kostenlos bei unserem Verein.
Die genannten Informationen dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.



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