Generika

06.12.2012
Empfehlungen zum Umgang mit Generika in der Behandlung der Epilepsie 
Generika stellen für Patienten, die eine Behandlung erstmals beginnen eine wertvolle Alternative zum Markenprodukt dar. 


Dr. Harald Ausserer nach Perruca et al, Recommendations of the Italian League Against Epilepsy Working Group on Generic Products of Antiepileptic Drugs, Epilepsia, 47(Suppl. 5):16–20, 2006 
 
 

1)Bei Patienten, die eine vollständige Anfallsfreiheit erreicht haben ist eine Umstellung der Anfallsprophylaxe nicht zu empfehlen, auch keine Umstellung auf ein Generikum. 
 
 
 

2)Patienten, die bereits mit einem Markenprodukt behandelt sind, aber keine vollständige Kontrolle der Anfälle erreicht haben, können nach entsprechender Aufklärung auf ein Generikum umgestellt werden. Während der Umstellung sollte eine Überwachung des Wirkstoffspiegels im Blut erfolgen; 
 
 


3)Bei Behandlungsbeginn (initiale Monotherapie, Umstellung auf eine alternative Monotherapie oder eine Kombinationstherapie), kann die Behandlung mit einem Generikum erwogen werden. Die Patienten sollten ausführlich informiert werden, insbesondere sollten dabei auch die Vorteile, beispielsweise die geringeren Kosten angesprochen werden. 
 
 

4)Immer wenn Generika verschrieben werden, so sollten die Betroffenen und gegebenenfalls deren Angehörige/Betreuer über die Art und die Eigenschaften dieser Präparate und die strengen Vorschriften, denen sie unterworfen sind informiert werden. Ziel ist es dabei, die Compliance zu verbessern und unbegründete Befürchtungen zu entkräften, die manchmal bei Patienten in Bezug auf Generika vorhanden sind; 
 


5)Bei Patienten, die bereits mit einem Generikum behandelt werden, sollte keine Umstellung auf ein Präparat eines anderen Herstellers erfolgen (einschließlich andere Generika). Daher sollte auch bei der Verschreibung von Generika der entsprechende Hersteller angegeben werden und zusätzlich vermerkt werden, dass das Produkt nicht ersetzt werden soll. Wenn eine Substitution unumgänglich ist, so sollte eine Überwachung des Wirkstoffspiegels im Blut erfolgen, um das Risiko eines Anfalles zu minimieren; 
 
 

6)Einige Antiepileptika liegen auch in einer Modified-Release-Form vor ("chrono", "CR", "RM"). Diese Medikamente dürfen nicht gegen Präparate mit sofortiger Wirkstoff- Freisetzung ersetzt werden, gleichgültig ob es sich um ein Markenprodukt oder um ein Generikum handelt. 
 
 
 

Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung und Kontrolle ohne Gewähr. Eine Haftung des Verfassers ist ausgeschlossen. © 2012 Dr. Harald Ausserer, Epinet - Netzwerk Epilepsie Südtirol

Dr. Harald Ausserer, tratto da Perucca et al., Recommendations of the Italian League Against Epilepsy Working
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